Unterricht am Schulverbund KGS Arsbeck

Hintergrund_unsere_schule_Maedchen

„Fördern statt Scheitern und Fördern durch Fordern“

In unserer Schule legen wir, neben der reinen Wissensvermittlung, sehr viel Wert darauf, den Kindern auch soziale Fähigkeiten zu vermitteln. Außerdem ist uns die Erziehung zu Selbständigkeit und Eigeninitiative sehr wichtig. Grundlage unseres Unterrichtes sind die Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW. Die Kinder lernen mit den frei zugänglichen Arbeitsmitteln umzugehen, ihre Arbeit zunehmend selbst zu planen und Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Viele Arbeiten und Aufgaben im täglichen Leben sind nur mit einem Partner zusammen oder in einer Gruppe von Menschen zu lösen. Die Fähigkeit dazu wollen wir in der Schule früh einüben. Zu den Kernpunkten unseres Unterrichts gehören somit die Leistungserziehung, die Erziehung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung und die Differenzierung.

Leistungserziehung

Leistungserziehung bedeutet, dass wir die Kinder dabei unterstützen, freiwillig Leistungsbereitschaft zu entwickeln. Dabei bauen wir keinen negativen Leistungsdruck auf, sondern vermitteln, dass nicht jedes Kind gleiches leisten kann. Wir gehen aber davon aus, dass jedes Kind in der Lage dazu ist, sein Bestes geben zu können.

Erziehung zur Selbstständigkeit

Es wird ermöglicht, dass die Kinder Stück für Stück lernen, ihren Lernprozess durch eigenverantwortliches Agieren mitzugestalten, z.B. innerhalb der Wochenplanarbeit. Dabei planen sie ihr Lernen und Arbeiten nach anfänglich starker und später weniger Anleitung selber. Diese Selbstbestimmtheit ist ein schönes Erfolgserlebnis für die Kinder.

Differenzierung

Differenzierung bedeutet für uns, jedes Kind dort abzuholen, wo es in seiner momentanen Entwicklung steht und entsprechend seiner Fähigkeiten sowie Neigungen gezielt zu fördern. Die Individualisierung von Unterricht schafft dabei die Möglichkeit, das Kind in seinen Schwächen zu fördern und in seinen Stärken zu fordern.

Wochenplan

Unsere Schule arbeitet nach Methoden, die individuelles Lernen möglich machen. Im Zusammenhang mit der Schuleingangsstufe und §4 AO-GS wird die individuelle Förderung der Schüler ausdrücklich gefordert. Die Individualisierung soll ermöglichen, dass jedes Kind nach seinem eigenen Tempo und in seiner jeweils eigenen Lernbiografie gefördert wird. Neben den Phasen gemeinsamer Erarbeitung von Lerninhalten ist die Arbeit im Wochenplan ein sehr wichtiges Element unseres Unterrichtes und gibt der Individualisierung einen wichtigen Raum.

Die Kinder sollen lernen, selbständig zu arbeiten und sich ihre Arbeit richtig einzuteilen. Aufgaben aus dem Bereich der Sprache, der Mathematik, des Sachunterrichtes und auch der anderen Fächer werden mit den Kindern besprochen und in einem Wochenplan individuell festgelegt. Anschließend bestimmen die Kinder selbst oder in Anleitung durch die Lehrkraft, in welcher Reihenfolge sie die Aufgaben erledigen wollen und wie lange sie an den einzelnen Aufgaben arbeiten.

Neben den Pflichtaufgaben, die jedes Kind lösen soll, werden zusätzliche freiwillige Lernangebote gemacht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich selbst eine Arbeit auszusuchen.

Im Wochenplan arbeiten die Kinder zu gleichen Unterrichtszeit an unterschiedlichen Aufgaben. Die Arbeitsphase ist deshalb geprägt durch Einzelarbeit, Partnerarbeit oder durch gemeinsame Arbeit in der Gruppe und durch selbständigen Umgang mit den Arbeitsmitteln.

Anfangsunterricht Mathematik

In unserem Anfangsunterricht arbeiten wir mit dem Screening- und Förderprogramm ILSA, das vom Lerntherapeutischen Institut in Düsseldorf für den mathematischen Anfangsunterricht an Grundschulen entwickelt worden ist.

Mit diesem Förderprogramm werden einerseits Lerninhalte trainiert, die bei der Vermeidung von Rechenschwäche und Verständnisproblemen im Anfangsunterricht helfen, andererseits fordert es ebenfalls die Weiterentwicklung des mathematischen Verständnisses von starken Rechnern.

ILSA greift die mathematischen Vorerfahrungen aller Kinder auf, indem den Finger- und Würfelbildern eine wichtige Bedeutsamkeit zugemessen wird. Die Kinder lernen von Anfang an ihre eigenen Finger als ihr bestes Rechenwerkzeug kennen, indem sie diese klappend und nicht zählend einsetzen.

Spielerische Übungen sowohl im Klassenverband, in Gruppenarbeiten und Fördergruppen schulen das mathematische Verständnis jedes Kindes. Individuell erstellte Trainings am Computer steigern zudem auf spielerische Weise ihre mathematischen Kompetenzen. Die Kinder lernen viele interessante und motivierende Lernspiele kennen, die sie ebenfalls zuhause zur Übung umsetzen können.

Fördern und Fordern

Neben der Erarbeitung von Lerninhalten, Lernstrategien und sozialer Verhaltensweisen, ihrer Vertiefung und Einübung ist es immer wieder notwendig, dass einzelne Kinder oder kleine Gruppen darüber hinaus eine zusätzliche Förderung erfahren.

Sei es, dass sie einzelne Inhalte, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Wesentlichen noch nicht beherrschen, sei es, dass Erarbeitetes noch nicht richtig gefestigt ist und weiter geübt werden muss. Darüber hinaus ist festzustellen, dass Kinder mit besonderen Fähigkeiten und Begabungen diese in ihre schulische Lernwelt mit einbringen und darin besonders gefordert werden sollten.

Zur Ermittlung des individuellen Förderbedarfs werden in allen Klassen verbindliche jahrgangsbezogene Diagnosetests zu Beginn eines Schuljahres durchgeführt. Neben der individuellen Förderung im Wochenplan werden die Schüler auch in einzelnen Förderstunden und Förderbändern gefördert.

Bei Förderbändern werden die Schüler innerhalb eines Jahrgangs klassenübergreifend in leistungsgleichen Gruppen eingeteilt und unterrichtet. Das bedeutet, fördern und fordern zur selben Zeit in einer Lerngruppe.

Individuelle Förderung im Deutschunterricht

Unsere Schüler kommen mit unterschiedlichen Fähigkeiten im Lesen und Schreiben in die Schule. Einige erlesen schon erste Wörter und kennen alle Buchstaben, während andere noch üben, formgetreu ihren Namen zu schreiben. Innerhalb einer individuellen Förderung, die sich durch sämtliche Fächer und Methoden in unserer Schule zieht, beginnen die Schüler auch im Fach Deutsch nicht gleichförmig.

Die KGS Arsbeck arbeitet in Anlehnung an das Rechtschreibprinzip nach Norbert Sommer-Stumpenhorst „Richtig schreiben lernen – Schritt für Schritt“. Rechtschreiben wird hier als ein Prozess verstanden, in dem die Kinder die Ordnung der Rechtschreibung nach und nach verinnerlichen.

Wir starten mit Übungen mit dem Anlautlineal, um Kindern zu Beginn des Schriftspracherwerbs dabei zu helfen, Laute und Buchstaben anhand von Anlautbildern einander zuzuordnen und so schnell erste eigene Wörter zu schreiben. Immer selbständiger und eigenverantwortlicher folgen nun gezielte Übungen zum Abhören, Schreiben und Unterscheiden der Buchstaben. Die Kinder arbeiten dabei in ihrem eigenen Tempo und somit auch an unterschiedlichen Buchstaben. Nach der Sicherung der Laut-Buchstaben-Beziehung folgt der Erwerb schwierigerer Lautverbindungen und erster Rechtschreibregeln, die in Stufen von Klasse 1 – 4 und nach individuellem Lernstand trainiert werden. In Anlehnung an Norbert Sommer-Stumpenhorst erarbeiten wir dabei einen Modellwortschatz mit Abschreibtexten, Korrekturtexten und Wörterlisten.

Auch das Erstlesen wird an unserer Schule als individueller Prozess gestaltet, der auf die Schreibentwicklung aufbaut. Von Silben über Wörter zu Sätzen starten die Kinder ihren Leseprozess mit vielfältigen Materialien wie z.B. Lese-Malkarten, Texte mit Silbenmarkierungen und erste Kurztexte zum sinnentnehmenden Lesen. Wir bieten an unserer Schule gezielt besondere stille Lesezeiten (einmal monatlich liest die ganze Schule) und die Benutzung des Antolin-Leseprogramms an, um die Lesefähigkeit nach den Interessen jedes Kindes zu erweitern.

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